30.01.2001

BSE IN KÜRZE

Christstollen haben möglicherweise auch Fette aus Rinderhirnen enthalten. Das Berliner Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin hält es für möglich, daß bis Herbst 2000 Fette aus Risikomaterial nicht nur ins Kälberfutter, sondern auch in Glasuren für Backwaren gelangt sind. Seit Oktober ist die Verwendung von Risikomaterial verboten. Das Institut will nun Fettschmelzen in mehreren Bundesländern überprüfen. Rinderfette im Tierfutter gelten als eine wahrschweinliche Ursache für die Ausbreitung von BSE in Deutschland.

In den USA wächst die Angst vor BSE und der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. In Texas stehen 1000 Rinder unter Quarantäne, die vermutlich mit Tiermehl gefüttert worden sind. In USA ist die Verfütterung von Tiermehl an Wiederkäuer seit 1997 verboten. Tiermehl aus Europa darf seit 1991 nicht mehr importiert werden. Allerdings gelangten auch danach Rinderprodukte wie Fett, Gelatine, Talg und Knochenmineralien von Europa in die USA.

In Kanada und den USA breitet sich eine spongiforme Enzephalopathie unter Rehen und Hirschen aus. Die als Chronic Wasting Disease, chronische Auszehrung, bezeichnete Prionen-Krankheit hat bereits Teile von Kanada und sechs Staaten im Westen der USA erfaßt. In Laborversuchen haben die Erreger auch menschliche Zellen infiziert.

Rinderfette in Arzneimitteln stellen nach Angaben des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie kein Risiko dar. Die Produkte würden auf über 200 Grad erhitzt. Etwa 70 Prozent aller Arzneimittel enthalten Rinderbestandteile. Außer Fetten, die verhindern, daß Tabletten im Rachen kleben bleiben, werden auch Gelatine und Insulin verwendet. (mut)

überreicht durch: Holger Lynen, Gesundheitstrainer, Hermeskeiler Straße 22, 50935 Köln, Tel: 0221-484-7022, www.besserdrauf.de
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